Hier entsteht ein Projekt von Zenit Saarbrücken e.V.. Unter diesem Link ist ein Prototyp des Projektes „Ich bin Saarland“ erreichbar.

Diese Domain wurde Zenit Saarbrücken e.V. von Andrej Winterholler zur Umsetzung des Projektes „Ich bin Saarland” zur Verfügung gestellt. Voraussichtlicher Start des Projektes ist September 2011.




Ich bin Saarland
ein multikulturelles und multilinguales Metanetzwerk.

Durch Vielfalt zur Toleranz.

Inhaltsverzeichnis

Problembeschreibung

„Im Saarland sind Zuwanderer schlechter integriert als in allen anderen Bundesländern... Die Situation der Migranten verschlechtere sich im Saarland sogar, während sie sich im Bundesschnitt verbessere...“ – berichtet die AD HOC NEWS vom 26. Januar 2009.

Die Migration fordert hohe Anpassungsleistungen und führt zum Einschnitt in die Sozialisations- und Entwicklungsgeschichte der Betroffenen. Werden erwachsene AussiedlerInen nach ihrer Kulturzugehörigkeit gefragt, so wird diese Frage oft nicht eindeutig beantwortet. In der Sowjetunion als Faschisten bezeichnet, waren sie dennoch stolz darauf, deutsch zu sein. Nach ihrer Übersiedlung in die Bundesrepublik stoßen sie auf Inakzeptanz und reagieren mit Enttäuschung sowie Unsicherheit, und geben dies in der Erziehung ihrer Kinder oft weiter. Migranten sind meist Gefangenen zweier Kulturen, und bilden in der Regel eine Zwischengesellschaft.

Ebenso wenig Akzeptanz erhalten die Kinder der (Spät-)Aussiedler, die oftmals in Deutschland aufgewachsen sind, doch auf Grund der Inakzeptanz sich in größeren Gruppen ihresgleichen finden und ihre eigene Mentalität entwickeln. Diese Gruppen geben ihnen Sicherheit und vermeintliche Orientierung in einer undurchschaubaren und als feindlich empfundenen Welt. Aufgrund dieser Aspekte wollen diese Jugendlichen sich nicht mehr als Deutsche identifizieren, bilden Vorurteile gegen die andere Gemeinschaften und bezeichnen sich selbst als „Russen“. Als solche werden sie eben undifferenziert bezeichnet, erklären sie. Dabei haben manche von ihnen die russische Kultur nie kennen gelernt, doch nur unter ihresgleichen finden sie die Toleranz, die Akzeptanz und gar die Anerkennung.

Solche Gruppierungen finden wir ebenso bei anderen Gemeinschaften mit einem Migrationshintergrund. Zunehmend wachsende gegenseitige Vorurteile und Intoleranz aller Gemeinschaften erhöhen soziale Probleme und gefährden die Demokratie. Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rechtsextremismus sind in der Bundesrepublik ernst zu nehmende Probleme. Dies belegen die Verfassungsschutzberichte sowie Studien und Berichte aus den pädagogischen Praxis und nicht zuletzt die Ergebnisse der Bundestags- sowie Landtagswahlen der letzten zwei Perioden.

Zur wirksamen Bekämpfung der Fremdenfeindlichkeit bedarf es neben der repressiven Maßnahmen vor allem zielgerichteter Präventionen. Dabei muss es vor allem um die Stärkung der Gesellschaft und die Vermittlung von Werten wie Toleranz und Demokratie im Rahmen der bildungspolitischen Arbeit gehen. Verständnis für die gemeinsamen Grundwerte und kulturelle Vielfalt, Förderung der Achtung der Menschenwürde sowie die Bekämpfung vom Extremismus in jeder Form sollen im Vordergrund stehen.

Ohne wohlwollende Menschen kann keine Beheimatung stattfinden. Die Integration kann nicht einseitig durchgeführt werden. Man kann keine Gemeinschaft dazu bewegen sich in eine andere zu integrieren, wenn die andere selbst nicht dazu bereit ist. Die Integration ist ein Akt, der von beiden Seiten vollzogen werden muss.

Das moderne Medium Internet zieht Jugendliche aller Gemeinschaften an und bringt neue Probleme und Lösungen. Das Internet und seine sozialen Netzwerke können sich sowohl fördernd als auch hemmend auf das soziale Verhalten auswirken. Eine Kommunikation in den vertrauten eigenen vier Wänden, über eine größere Distanz, ohne von Angesicht zu Angesicht zum Beteiligten, die jeder Zeit ohne Folgen abgebrochen werden kann, nimmt dem Benutzer die Hemmungen und die Angst erneut verletzt oder enttäuscht zu werden. Hier kann ein Neuanfang nach einer Einschüchterung gemacht sowie der Grundstein für das Vertrauen zwischen den Kulturen gelegt werden. Doch zunächst muss der Nutzer so viel Vertrauen und Mut haben sich in eine „fremde“ (Internet-)Gemeinschaft zu trauen. Bislang besteht allerdings das Problem, dass die Migranten fast ausschließlich in den sozialen Netzwerken ihrer Herkunftsländer aktiv sind. Die Aktivität eines Internetnutzers beschränkt sich auf nur ein Netzwerk. Somit ist eine interkulturelle Kommunikation nahezu ausgeschlossen.

Zielsetzung

Mit dem Projekt „Ich bin Saarland“ (IbiS) setzt Zenit Saarbrücken e.V. auf das im sozialen Bereich bisher stark vernachlässigte Medium Internet. IbiS soll eine Mutterplattform, ein Meta soziales Netzwerk für neue und bereits existierende Internetgemeinschaften werden. IbiS ist ein Netzwerk sozialer Netzwerke, das die Möglichkeit einräumt Sprachen und Kulturen zu vereinen. Mit dieser Infrastruktur wird den Nutzern eine übergreifende Kommunikation zwischen verschiedenen Netzwerken ermöglicht, und reduziert somit die Isolation der einzelnen Internetgemeinschaften und deren Mitglieder. IbiS soll durch die Vielfalt bei den Jugendlichen aller Gemeinschaften das Interesse an anderen Kulturen wecken um das gegenseitige Vertrauen aufzubauen. Somit sollen sie von Fremdenfeindlichkeit zu mehr Toleranz und Demokratie bewegt werden um Rechtsextremismus sowie Antisemitismus vorzubeugen.

In erster Linie wollen wir mit dem beantragten Projekt folgende saarbrücker Migrantenvereine Iranischer Sportverein, FC Kandil, FC San Paulo, Türkischer Sportverein Dostluk sowie auch TuS Eschringen erreichen. Anschließend soll das Angebot auf alle weiteren Vereine, Jugendzentren, Schulen und sonstige Organisationen des Landes ausgebreitet werden.

Das Ziel unserer Initiative sind nicht nur virtuelle Begegnungen junger Menschen unterschiedlicher Kulturkreise. Zur Befestigung der zustandekommenden Kontakte und der Förderung des Zusammenlebens aller Bevölkerungsgruppen sollen gemeinsame sportliche Aktivitäten durchgeführt werden. In der beantragten Förderlaufzeit des Projektes sollen drei bis fünf Freundschaftsspiele bzw. Fußballturniere veranstaltet werden. Ein interkulturelles Fest auf dem Sportplatz Eschringen in Begleitung von Livemusik zweier Musikgruppen junger Aussiedler/innen und kulinarischen Angeboten von allen an der Maßnahme beteiligten Institutionen soll die Kooperation von Sportvereinen und wohltätigen Einrichtungen der Migrations- und Jugendarbeit einläuten.

Das Projekt soll eine größtmögliche Öffentlichkeit erfahren. Die Mitwirkung der Saarbrücker Zeitung und anderen örtlichen und überörtlichen Presseträger, mit denen wir bereits kooperiert haben, sowie eine professionelle attraktive Präsentation im Internet soll dem Projekt eine gute Öffentlichkeitsarbeit garantieren.

Netzwerkbeschreibung

Jeder kann sich durch die Angabe seiner E-Mailadresse bei einem Netzwerk registrieren. Per Mail werden dem neuen Mitglied dann die Zugangsdaten zugeschickt und dieses kann durch weitere Angaben zu seiner Person ein Profil im Netzwerk anlegen.

Durch die Angabe seiner E-Mailadresse kann man sich in einem der Netzwerke registrieren. Anschließend kann der Nutzer sich in allen anderen Netzwerken, die dies zulassen, mit den selben Zugangsdaten anmelden.

Blog-Beiträge lesen sowie eigene schreiben sowie den bereits existierenden Gruppen beitreten oder selbst welche gründen kann ein freigeschalteter Nutzer. Ihm steht die Mitglieder-, Gruppen- sowie Blog-Suche zur Verfügung. Diese Suchfunktionen können auf eins der Netzwerke oder gar den Bekanntenkreis eingeschränkt oder aber auf das gesamte Netzwerk erweitert werden. Profile anderer Benutzer sämtlicher Netzwerke können bedingt angesehen werden. Auf der öffentlichen Pinnwand anderer Mitglieder können kurze Beiträge hinterlassen werden. Ebenfalls können private Nachrichten an die anderen Mitglieder versendet werden.

Andere Mitglieder können als bekannt markiert werden. Hierbei kann die Beziehung ausgewählt werden (z.B. Vater, Schwester, Freund/in, Mitschüler/in, etc.). An bestimmte Mitglieder können Einladungen zu verschiedenen Gruppen, Netzwerken und Veranstaltung versendet werden. Datenschutzfunktionen wie Freigabe bestimmter Daten an bestimmte Gruppen oder bestimmte Netzwerke stehen den Mitgliedern zur Verfügung. Zudem werden Sicherheitsvorkehrungen getroffen, indem sensible Daten verschlüsselt werden, und diese somit für Dritte unbrauchbar gemacht werden.

E-Mailabruf, Chat, Spiele, Musik, Videos, Suchmaschinen, Fotogalerien, sowie diverse andere Funkionen, die bereits zum Alltag dieser Generation gehören, sollen ebenfalls in der Angebotspalette dieser Plattform enthalten sein.

Mit der IbiS-Plattform soll verschiedenen Organisationen geholfen werden. Jedem Verein, den Jugendzentren sowie anderen Organisationen soll die Gründung ihrer eigenen Onlineplattform mit Leichtigkeit gelingen. Dabei können diese ihre Mitglieder zu mehr Aktivität motivieren und sich einfacher organisieren, indem sie beispielsweise ihre Infrastruktur auf das Netzwerk auslagern oder weitere bisher nicht zur Verfügung stehende Funktionalitäten nutzen. Die Kommunikation mit den Mitgliedern kann nun über das Netzwerk verlaufen. Entscheidungen können schneller getroffen werden, indem die Mitglieder in einer Onlineumfrage abstimmen.

Eine eigene Internetpräsenz wird ebenfalls jeder Organisation angeboten. Sollen die Organisationen bereits ihre eigene Webseiten haben, so kann die IbiS-Plattform an das jeweilige corporate identity angepasst und in die vorhandenen Webseiten der Organisation eingebunden/übernommen werden.

Als Netzwerkbetreiber kann die Organisation beispielsweise aus Jugendschutzgründen entscheiden, ob die Teilnahme in ihrer eigenen Internetplattform vor Vollendung des 14. Lebensjahres erlaubt ist oder die Freischaltung des Zugangs gar automatisiert werden soll; ob die Blog-Beiträge sofort angezeigt werden sollen, oder bei bestimmten Schlagwörter zur Zensur gesperrt werden sollen. Beim Verstoß kann der Betreiber bestimmte Nutzer vom Netzwerk ausschließen oder deren Funktionalitäten einschränken.

Der Netzwerkbetreiber soll aus zahlreichen Funktionen selbst auswählen können, welche in seinem eigenen Netzwerk angeboten werden sollen. Aus einer Menge von Themen soll der Netzwerkbetreiber das Aussehen seiner eigenen Plattform auswählen können oder bei Bedarf sein eigenes Thema einbinden. Aus bereits vorhandenen Sprachen kann der Betreiber eine oder mehrere auswählen und bei Bedarf diese bearbeiten.

Soll- Kann- und Abgrenzungskriterien

Das gesamte Projekt wird in zwei Phasen unterteilt.

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